Schwand

Kammerwagen

Kammerwagen



Brauchtum: Der Beginn einer Hochzeit war bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der Kammerwagen. Das gesamte Hab und Gut des Einheiratenden wurde auf einen großen Wagen (hier sogar zwei Wagen) aufgeladen und dort aufgestellt. Vor der Trauung wurde der Kammerwagen mit viel Drumherum ins neue Heim des jungen Paares gefahren.


Peter Saalfelder hat für uns anhand der alten Fotos folgende Geschichte ausgegraben und zur Verfügung gestellt:

Kammerwagen 1953: von Meckenlohe nach Schwand.
 

Turmfalke


Turmfalke und Uhr

Auch für den Turmfalken wurde ein neues Heim geschaffen - in der Hoffnung, dass er 2020 wieder erfolgreich brütet.


Und die Uhr war ja auch gut zugänglich - von innen und außen:

Dachdecker


Dachdeckerarbeiten

Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Handwerkern, so dass sie die Ziegel im Herbst bei noch gutem Wetter auflegen und befestigen konnten.
Der "fertige" Turm





Zimmerer

Zimmererarbeiten:

Auch am Turmtragwerk hatten die Zimmerer der Firma  Karch aus Dietfurt einiges zu richten, zu stabilisieren und zu verstärken, damit der 42 m hohe Turm auch die nächsten Jahrhunderte gut übersteht:



Geruestbau


Die Arbeit der Firma Fuchs Gerüstbau GmbH aus Eisingen in Bildern:




Eingang


Neue Türe

Und kurz vor Weihnachten konnte dann auch noch zumindest einmal die neue Türe als beindertengerechter Zugang eingebaut werden. Das war der eigentliche Auslöser dieser umfassenden Sanierung.


Die für den Einbau der Türe geöfnete Umfassungsmauer.


Turmmauerwerk


Sanierung des Mauerwerks am Turm:

Auch am Turm gab es Risse, die saniert werden mussten:


Die Risse wurden zuerst ausgekratzt und gesäubert.


Malerarbeiten


Die Malerarbeiten im Innenraum:

Für diese Arbeiten waren erst einmal intensive Vorarbeiten nötig. Es mussten Arbeitsgerüste aufgebaut werden und anschließend wurden die nicht entfernbaren Einbauten abgedeckt. In diesem Zusammenhang wurde dann auch die Orgel renoviert.

Bilderpflege



Bilderpflege:

Die Bilder aus dem Innenraum und der Sakristei wurden einer Pflegemaßnahme unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen . siehe unten:
Dazu finden Sie jeweils die Beschreibung der festgestellten Schäden und der durchgeführten Pflegemaßnahmen:


Die "gepflegten" Bilder im einzelnen:

Markt Schwand


Markt Schwand

"Alle Städte sind Märkte, aber nicht alle Märkte sind Städte."
(Rietschel, Markt und Stadt)
 
Schwand lag für die Burggrafen außerordentlich günstig; denn von hier aus konnte die Straße überwacht und in Kriegszeiten gesperrt werden. Die Bedeutung dieser Venezianerstraße wuchs sogar noch im Lauf der Zeit, als der Handelsverkehr mit der Fuggerstadt Augsburg und der oberitalienischen Hafenstadt Venedig zunahm. Über Venedig wurde seit den Kreuzzügen ein Großteil des Orienthandels abgewickelt.
Als damals im 13. Jahrhundert Schwand burggräflich geworden war, hatten sich längst in der Vorstadt Handwerker und Tagwerker niedergelassen. Bald wurde die Landwirtschaft vom Handel und Handwerk überflügelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes schritt schließlich so stark voran, dass Burggraf Johann II., der sich um die Förderung des Handels sehr bemühte, um 1340 dem Dorf
Schwand das Marktrecht verliehen.


 
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