Editorial

Es ist nun Herbst geworden und damit die Zeit in der wir gern in der warmen Stube bleiben. Wenn es uns dann doch mal nach draußen zieht, dann zumeist um an den kommenden Gedenktagen teilzunehmen, um an die Ahnen zu denken.

Die Abende sind lang und laden förmlich dazu ein das letzte Jahr, die letzten Jahre – die „gute alte Zeit“ - Revue passieren zu lassen! Aber, hat es die wirklich je gegeben – oder malen wir sie uns im Rückblick nicht einfach nur „schön“. Dabei ist aber gerade so ein Rückblick das einzig „Reale“, denn das was einmal war – das war, das ist wahr, ist gewesen! Dagegen ist das, was in der Zukunft sein wird, oft nur ein Traum – ist Hoffnung. Und niemand weiß, wie es denn wirklich sein wird.

Das, was in unserer Gemeinde einmal war, das finden Sie hier auf dieser Internetseite. Also, wenn das Wetter einmal nicht so ist, um rauszugehen, dann stöbern Sie doch hier – ganz bequem vom Sofa aus.

Viel Freude dabei – und viele neue Erkenntnisse - wünscht Ihnen


Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 3


Unsere Heimatbroschüre Nr. 3 ist fertig!  Die Präsentation war am 14.10.2017 in der Kulturscheune Leerstetten.
 

Titelseite der Heimatbroschüre
 
 

Hans Volkert

Hans Volkert

 

 

Hans Volkert, Schwabacher Straße 9 Schwanstetten

 

Mein Lebenslauf:

Ein Bauernjahr

 

Von Lichtmeß bis Lichtmeß

Auszug aus: Ein Bauernjahr von Elisabeth Engelhardt

Liesl

Früh um fünf, zu nachtschlafener Zeit, wenn das Feuer im Küchenherd flackert, bevor es losgeht im Stall, misten, füttern, melken, in dieser dusteren, abwesenden Stunde, reißt die Bäuerin den gestrigen Tag vom Kalender.

 

Der 2. Februar, Lichtmeß. Anfang des Bauernjahres, Feiertag der Dienstboten, als noch keine Maschinen die Arbeit besorgten, sondern Knechte und Mägde, die zahlreich und billig zu haben waren, entlohnt wurden fürs Jahr: Mit 60 Mark die kleine Magd, mit 80 der Großknecht, bei freier Station. Das heißt: Einen Strohsack in der kalten Dachkammer, wo die Mäuse tanzten oder einen warmen, muffigen Verschlag neben dem Kuhstall, heißt karge Mahlzeiten, und wehe den Kleinen, Langsamen, Schüchternen vor der gemeinsamen Suppenschüssel, wo dieselbe patriarchalische Rangordnung eingehalten wurde wie draußen bei den Hühnern.

Tag, an dem die Dienstboten wanderten. Ein Stück für den Kammerwagen erstanden im Landstädtchen auf dem Lichtmeßmarkt, wo ein billiger Jakob den andern mit heiserem Krächzen übertrumpfte, und von einem eigenen Kleiderschrank träumten: Wer so einen hatte, zählte bereits zu den Besitzenden.

 

Viele haben so angefangen, auch die Frau in der Küche, die nach Schulschluß in den Dienst mußte wie alle Kinder der kleinen Verrecker. 

Wasserturm


Der Wasserturm Leerstetten
 
 
 
„Großer Gott, haben wir einen großen Wasserturm“, schrieb einst die Leerstettener Schriftstellerin Elisabeth Engelhardt in ihrem zweiten Roman „Ein deutsches Dorf in Bayern“.
 
 
 
 
Seit Dezember 2018 können wir sagen: Wir haben nicht nur einen großen, sondern auch einen besonderen Wasserturm. Inwieweit er „schöner“ ist als der Alte?

Bilder aus 2020



“Alfred Wenig und Anton Baron vom Museumsverein sind nun dabei, die restlichen Fassadenschilder an den Gebäuden in Schwanstetten, die unter Denkmalschutz stehen, anzubringen.
Der Museumsverein hat insgesamt 32 Schilder fertigen lassen und zum großen Teil schon aufgehängt. Die letzten Schilder werden in der nächsten Zeit noch angeschraubt werden. Leider sind nicht alle Eigentümer mit einem Schild einverstanden, was wir sehr bedauern.
 

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Steine im Gemeindegebiet

Steine

Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen Wissenswertes über die

Gedenk-, Grenz-, Mark- und Sühnesteine oder -Kreuze im Gemeindegebiet berichten.

Sühnekreuz am Maragretenhof

Gedenksteine in Mittelhembach

 

 

 

 








 

Kammerwagen

Kammerwagen



Brauchtum: Der Beginn einer Hochzeit war bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der Kammerwagen. Das gesamte Hab und Gut des Einheiratenden wurde auf einen großen Wagen (hier sogar zwei Wagen) aufgeladen und dort aufgestellt. Vor der Trauung wurde der Kammerwagen mit viel Drumherum ins neue Heim des jungen Paares gefahren.


Peter Saalfelder hat für uns anhand der alten Fotos folgende Geschichte ausgegraben und zur Verfügung gestellt:

Kammerwagen 1953: von Meckenlohe nach Schwand.
 

Mein Schwanstetten

Alles das, was heute geschieht, ist morgen ja schon von gestern, also „Geschichte“.
Und das lohnt sich doch festgehalten zu werden.
Daher diese Seite mit Beiträgen auch von Mitbürgern aus der Marktgemeinde:

Juli 2019: "Dem Schwan ins Auge sehen"

Blumenwiese


11. Malwettbewerb des Museumsvereins Schwanstetten e.V.
 
Traditionsgemäß hat der Museumsverein zum Schuljahresende mit Kindern der 3. und 4. Klassen der Grundschule Schwanstetten einen Malwettbewerb durchgeführt. Es ist der 11. Malwettbewerb. Diesmal lautete das Thema:
"Blumenwiese".

Bilder aus 2019



Die neu formierte Vortsandschaft:





 

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Markt Schwand


Markt Schwand

"Alle Städte sind Märkte, aber nicht alle Märkte sind Städte."
(Rietschel, Markt und Stadt)
 
Schwand lag für die Burggrafen außerordentlich günstig; denn von hier aus konnte die Straße überwacht und in Kriegszeiten gesperrt werden. Die Bedeutung dieser Venezianerstraße wuchs sogar noch im Lauf der Zeit, als der Handelsverkehr mit der Fuggerstadt Augsburg und der oberitalienischen Hafenstadt Venedig zunahm. Über Venedig wurde seit den Kreuzzügen ein Großteil des Orienthandels abgewickelt.
Als damals im 13. Jahrhundert Schwand burggräflich geworden war, hatten sich längst in der Vorstadt Handwerker und Tagwerker niedergelassen. Bald wurde die Landwirtschaft vom Handel und Handwerk überflügelt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes schritt schließlich so stark voran, dass Burggraf Johann II., der sich um die Förderung des Handels sehr bemühte, um 1340 dem Dorf
Schwand das Marktrecht verliehen.


 
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