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Kerwa in Leerstetten

Hans Volkert hat diese Geschichte wohl um die Jahrtausendwende verfasst. Auf seiner mechanischen Schreibmaschine hat er sie aufgeschrieben und dabei gleich eine Kopie mit erstellt. Dazu musste er damals ganz schön auf die Tasten drücken, damit der Durchschlag auch gelang. Er hat sich dabei wohl an seine eigene „Sturm- und Drang-Zeit“ erinnert, die wohl in den 1950er und 1960er Jahren war. So erzählt die Geschichte auch von einer Kerwa dieser Zeit – und das voller Nostalgie.

Ein Bauernjahr

Früh um fünf, zu nachtschlafener Zeit, wenn das Feuer im Küchenherd flackert, bevor es losgeht im Stall, misten, füttern, melken, in dieser dusteren, abwesenden Stunde, reißt die Bäuerin den gestrigen Tag vom Kalender. Was folgt ist der 2. Februar, Lichtmeß. Anfang des Bauernjahres, Feiertag der Dienstboten, als noch keine Maschinen die Arbeit besorgten, sondern Knechte und Mägde.