Editorial

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
….
Zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Das stimmt in diesem Jahr wirklich – und schon beginnt in uns das Sehnen nach Frühling, auf Sonne, auf wärmende Sonnenstrahlen.
Die ersten Frühlingsboten locken uns nach draußen – die Märzenbecher in der Sooß können es wohl auch gar nicht mehr erwarten, bis sie uns grüßen dürfen.
Und wenn Sie dann nach einem ausgiebigen Frühlingsspaziergang zurück in der warmen Stube sind, möchten wir Sie hier ganz herzlich beim Besuch unseres Museums begrüßen.
Sie sind uns immer willkommen.
Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 3


Unsere Heimatbroschüre Nr. 3 ist fertig!  Die Präsentation war am 14.10.2017 in der Kulturscheune Leerstetten.
 

Titelseite der Heimatbroschüre
 
 

Hauptstraße 2

Das Eingangstor von Nürnberg kommend

Hauptstraße 2.

Bauernhaus, erdgeschossiger Satteldachbau, Fachwerk Südgiebel verputzt,

1. Hälfte 19. Jahrhundert

Situation: Der ehemalige Bauernhof mit seinen neueren Nebengebäuden, einem Stadel und einer Tabaktrockenhalle, steht am nördlichen Ortseingang von Leerstetten. Gemeinsam mit den Häusern, "Hauptstraße 1 und Hauptstraße 5" bildet er ein Ensemble, das die historisch gewachsene dörfliche Struktur in ihrem sozialgeschichtlichen und städtebaulichen Erscheinungsbild noch sichtbar dokumentiert. Dieses Ensemble ist wesentlich für die Ortsansicht von Leerstetten.

Rother Straße 8

Das Hirtenhaus von Schwand

Erdgeschossiges Kleinhaus, ursprünglich 1785, Mitte des 19. Jahrhunderts an- und umgebaut. (Flur Nr. 95)

Hausname: Hirten- und Schießhaus der Gemeinde Schwand,
im Grund- und Lagerbuch nur als Hirtenhaus geführt.

Situation: Das kleine traufständige Haus steht auf der rechten Seite der Rother Straße. Es fällt aus der Flucht der anderen Gebäude heraus und bedingt eine Verengung der Rother Straße. Die historisch gewachsene Situation im Altort hat sich hier erhalten, wenn auch die Umgebung teilweise durch Neubauten und Parkplätze verändert wurde. Im nebenstehenden Katasterplan von 1820 ist das Hirtenhaus mit der Hausnummer 53 bezeichnet, in der rot eingetragenen Ergänzung / Berichtigung von 1838 mit der Hausnummer 83.

Das Haus ist ein städtebauliches und sozialhistorisches Denkmal, das an dieser Stelle unverzichtbar ist.

Allersberger Straße 6a

Strassenansicht vom Marktplatz her kommend

Ehemalige Scheune, Fachwerkbau, einseitiger Dachvorstand, 18.Jh. (Fl. Nr. 60)

Situation: Die stattliche Scheune steht giebelständig auf der rechten Seite der Allersberger Straße. Sie ist dort ein unverzichtbares städtebauliches Element, das einen wirksamen Akzent setzt, der in der Bebauung der Straße kalkuliert ist. Daneben ist es ein wichtiges architekturgeschichtliches - und im Zusammenhang mit dem Hof - auch sozialhistorisches Dokument. Die Scheune steht parallel zu dem Hauptgebäude. Beide trennt die ehemalige Hoffläche.
 

Datierung: Nach eingeritzter Jahreszahl am EG-Ständer im Innern der Scheune: 1714. Die Zahlen haben das zeitgenössische Gepräge und sind wohl kurz nach der Vollendung der Scheune eingeritzt worden. Das Fachwerk mit K-Strebensystem und östliche Auskragung mit geschwungener Knagge verweist auf das mutmaßliche Baujahr. Dabei ist die Größe der Scheune ungewöhnlich.

Die Unter- oder Traumühle

Die Unter- oder auch Traumühle

Kataster von 1821
Auf dem Katasterplan von 1821 ist das gesamte Mühlenanwesen dargestellt. Ein Foto der ehemaligen Mühlengebäude liegt uns (noch) nicht vor.

ihre Besitzer- und oder auch die Müller (Pächter) auf dieser Mühle:

Die ersten namentlich genannten Besitzer beider Mühlen finden sich in dem Urbar des Burggrafentums Nürnberg vom 14.Jahrhundert. Danach saß um 1364 (2) auf der unteren Mühle, oder damals auch der Niedermühle
RUEL MÜLLNER.
(die Obermühle hatte gleichzeitig RUEL OBERMÜLLNER inne).

Rednitzhembacher Straße 11 - 13

Strassenasicht

Kleinhaus, erdgeschossiges traufseitiges Doppelhaus, Fachwerk, 1. Hälfte 19. Jh. (Fl. Nr. 114/3, 114/2)

Hausname: "Taglerhaus" = Tagelöhnerhaus

Situation: Das Haus steht am Rande der historischen Bebauung Schwands und bildet mit Haus Nr. 15 den Abschluß, was der Titulatur "Taglerhaus" Rechnung trägt und seine Verwandtschaft mit dem Haus Nr. 15 ausdrückt. Das niedere, langgestreckte Doppelhaus ist wie Haus Nr. 15 traufseitig zur Straße hin ausgerichtet. Beide weichen von der üblichen, giebelständigen Bebauung ab. Dieses Merkmal und die Herkunft der Substanz aus einer ehemaligen Scheune, die zu einem Tagelöhnerhaus umgebaut wurde, macht das Haus zu einem unverzichtbaren städtebaulichen und sozialgeschichtlich-volkskundlichen Denkmal.

 

Boxlohe_5

Austragshaus mit Johanneskirche

Ehemaliges Austragshaus,

erdgeschossiger Satteldachbau, Giebel Fachwerk verputzt, bez. 1766 (Fl. Nr. 28)

 

 

Hausname: "Taglerhaus"


"Tagelöhnerhaus" im "Meierhof"; diese Bezeichnung stammt wohl von der späteren Verwendung des Hauses, als Tagelöhnerunterkunft. Die Architektur leitet sich jedoch vom Austragshaus her.

Rother Straße 8

 

Rother Straße 8.

 

Das Hirtenhaus von Schwand

 

Erdgeschossiges Kleinhaus, ursprünglich 1785, Mitte des 19. Jahrhunderts an- und umgebaut. (Flur Nr. 95)

 

 

Hausname: Hirten- und Schießhaus der Gemeinde Schwand,
im Grund- und Lagerbuch nur als Hirtenhaus geführt.

Rother Straße 6

 

Rother Straße 6:

 

Giebelansicht

 

Ehemaliges Bauernhaus
erdgeschossiger Satteldachbau, Sandsteinquader, bezogen 1867. (Flur Nr. 97)

AnhangGröße
PDF icon St_11.05.2011.pdf2.3 MB

Allersberger_21

Allersberger Straße 21:

 

Strassenansicht von Süden

 

Erdgeschossiges Wohnstallhaus, Sandstein, Mitte 19. Jahrhundert; mit einer Fachwerkscheune von 1908 (Flur Nr. 430)

 

Situation: Das traufseitige Gebäude steht auf der linken Straßenseite der Allersberger Straße, innerhalb einer geschlossenen Abfolge von Kleinhöfen, die fast alle auf Anlagen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Die Bebauung der Straße ist in diesem Abschnitt regelmäßig, so daß der Wohnstall ein städtebaulich unverzichtbares Element ist.

 

Hauptstraße 34

Markt Schwanstetten,

Ortsteil Leerstetten:

 

Hauptstraße 34: Türgewände, bez. 1787. (Fl. Nr. 4)

 

Nord-Ost Ansicht

 

Situation: Das zweigeschossige Gebäude fällt durch seine traufseitige Erschließung auf. Es steht giebelseitig zur Hauptstraße und bildet dort einen städtebaulichen Akzent im Altort von Leerstetten, der sich inzwischen weitgehend verändert darstellt.

 

 

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