Editorial

Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst Du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen

(Eduard Mörike)


So wollen wir uns jetzt auf einen schönen Herbst, einen Altweibersommer eben, freuen. Einstimmen dazu möchten Sie die obenstehenden Bilder mit ihren leuchtenden Herbstfarben.


Einladen möchte Sie aber auch dieses virtuelle Museum um sich in den doch auch einmal möglichen trüben Herbsttagen hier auf eine Entdeckungsreise zu begeben.

Viel Spaß und Freude dabei.


Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 3


Unsere Heimatbroschüre Nr. 3 ist fertig!  Die Präsentation war am 14.10.2017 in der Kulturscheune Leerstetten.
 

Titelseite der Heimatbroschüre
 
 

Tabak bandelieren

Wie ging das Tabakaufhängen früher vor sich?

erzählt von Hans Volkert

Da saß also die ganze Familie – wenn es das Wetter erlaubte – im Freien, sonst unter dem Dach der Scheune oder Streuschuppen - auf niedrigen Hockern oder auf Strohsäcken, vor sich einen Haufen auf dem Acker abgebrochener Tabakblätter. Neben den Familienangehörigen des Bauern wurden auch oftmals familienfremde Helfer für diese Arbeit angeworben.


Da die Tabakblätter eine klebrige Masse absonderten, bedeckten die Anhänger ihre vordere Körperseite mit einer Schürze oder auch nur mit einem Jutesack.

 

Tabakanbau in Leerstetten

Tabakanbau

in Leerstetten als Sonderkultur.


Zusammengetragen und erzählt von Hans Volkert


"Etwa 1590 kam erstmals Tabak von Holland und Frankreich nach Deutschland.

In Schwand begann der Anbau wohl um 1663, als die Wirte vom Schwan und vom Roten Ross den Tabakanbau einführten und ging bis 2006, in Leerstetten endete der Tabakanbau im Jahre 2009.


 

Quelle im Kessel


Die Quelle im Leerstettener Wald




In der Gemarkung Leerstetten, im Kessel, nahe des Sperbersloher Weges, entspringt eine kleine Quelle. Sie ist locker mit Steinen eingefasst und läuft in einen Graben. An einem der Steine wurde eine Tafel angebracht mit der Einprägung:

 
"z. Zt. Notstandsarbeit, Mai 1934"

Friedhof Leerstetten

Leerstetten - Hauptstraße

 

Eingangstor zum Friedhof

 

 

Der Friedhof in Leerstetten (Flur Nr. 172) an der Hauptstraße

 

In der Chronik wird uns berichtet, dass 1607 in Leerstetten ein neuer Friedhof angelegt wurde. Man benötigte den Platz südlich der Kirche Peter und Paul, auf dem der alte Friedhof gewesen war, für ein Mesnerhaus mit Schule.

Mesnerhaus

Nürnberger Straße 19.

Ortsteil Schwand

Ehemaliges Schulhaus, 
Satteldachbau, 18. Jahrhundert
1815 mit Fachwerkobergeschoß aufgestockt (Flur Nr. 2)

   
Hausname:

"Schulhaus" oder "Mesnerhaus";
war bis Anfang 19. Jahrhunderts Schulhaus und Wohnsitz des Mesners, der gleichzeitig Schulmeister war. Im Haus waren die Schulräume untergebracht. Noch 1886 als "Schullehaus" bezeichnet.
 

Nürnberger Straße 17


Ehemaliges Richterhaus,


im Kern stattlicher Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts,
Aufstockung mit Fachwerkgiebel 1918. (Flur Nr. 8 Gemarkung Schwand)
  
 
Situation:

Das Haus steht giebelständig in der Nürnberger Straße, der ehemaligen Herrengasse, dem politischen Zentrum im Altort 
von Schwand. Nördlich ist das alte Schul- und Mesnerhaus, südlich das Wildmeisterhaus. Gemeinsam mit den beiden anderen Gebäuden bildet es ein Ensemble aus, in dem es städtebaulich unverzichtbar ist. Diese städtebauliche Situation verdeutlicht und unterstreicht den Denkmalscharakter, wie dies auch die sozialhistorische und architekturgeschichtliche Bedeutung tun.

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Ausstellung 2013

Bilderausstellung in der Gemeindehalle an Walpurgi 2013



           Als Beispiel für die gezeigten Bilder hier eine Tafel von
           Gebäuden aus Schwand.

           Alte und neue (neuere) Aufnahmen zeigten den Wandel
           der Ortsansicht im Laufe der Jahre.

           Als weitere Bilder aus der Ausstellung sind die Luftbilder
           des Hajo Dietz, NürnbergLuftbild als eine Bildergalerie zu
           sehen.






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Hauptstraße 2

Das Eingangstor von Nürnberg kommend

Hauptstraße 2.

Bauernhaus, erdgeschossiger Satteldachbau, Fachwerk Südgiebel verputzt,

1. Hälfte 19. Jahrhundert

Situation: Der ehemalige Bauernhof mit seinen neueren Nebengebäuden, einem Stadel und einer Tabaktrockenhalle, steht am nördlichen Ortseingang von Leerstetten. Gemeinsam mit den Häusern, "Hauptstraße 1 und Hauptstraße 5" bildet er ein Ensemble, das die historisch gewachsene dörfliche Struktur in ihrem sozialgeschichtlichen und städtebaulichen Erscheinungsbild noch sichtbar dokumentiert. Dieses Ensemble ist wesentlich für die Ortsansicht von Leerstetten.

Rother Straße 8

Das Hirtenhaus von Schwand

Erdgeschossiges Kleinhaus, ursprünglich 1785, Mitte des 19. Jahrhunderts an- und umgebaut. (Flur Nr. 95)

Hausname: Hirten- und Schießhaus der Gemeinde Schwand,
im Grund- und Lagerbuch nur als Hirtenhaus geführt.

Situation: Das kleine traufständige Haus steht auf der rechten Seite der Rother Straße. Es fällt aus der Flucht der anderen Gebäude heraus und bedingt eine Verengung der Rother Straße. Die historisch gewachsene Situation im Altort hat sich hier erhalten, wenn auch die Umgebung teilweise durch Neubauten und Parkplätze verändert wurde. Im nebenstehenden Katasterplan von 1820 ist das Hirtenhaus mit der Hausnummer 53 bezeichnet, in der rot eingetragenen Ergänzung / Berichtigung von 1838 mit der Hausnummer 83.

Das Haus ist ein städtebauliches und sozialhistorisches Denkmal, das an dieser Stelle unverzichtbar ist.

Allersberger Straße 6a

Strassenansicht vom Marktplatz her kommend

Ehemalige Scheune, Fachwerkbau, einseitiger Dachvorstand, 18.Jh. (Fl. Nr. 60)

Situation: Die stattliche Scheune steht giebelständig auf der rechten Seite der Allersberger Straße. Sie ist dort ein unverzichtbares städtebauliches Element, das einen wirksamen Akzent setzt, der in der Bebauung der Straße kalkuliert ist. Daneben ist es ein wichtiges architekturgeschichtliches - und im Zusammenhang mit dem Hof - auch sozialhistorisches Dokument. Die Scheune steht parallel zu dem Hauptgebäude. Beide trennt die ehemalige Hoffläche.
 

Datierung: Nach eingeritzter Jahreszahl am EG-Ständer im Innern der Scheune: 1714. Die Zahlen haben das zeitgenössische Gepräge und sind wohl kurz nach der Vollendung der Scheune eingeritzt worden. Das Fachwerk mit K-Strebensystem und östliche Auskragung mit geschwungener Knagge verweist auf das mutmaßliche Baujahr. Dabei ist die Größe der Scheune ungewöhnlich.

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