Editorial

Es ist nun doch noch Herbst geworden und damit die Zeit in der wir gern in der warmen Stube bleiben. Wenn es uns dann doch mal nach draußen zieht, dann zumeist um an kommenden Gedenktagen teilzuhaben, um an die Ahnen zu denken.

Die Abende sind lang und laden förmlich dazu ein das letzte Jahr, die letzten Jahre – die „gute alte Zeit“ Revue passieren zu lassen! Aber, hat es die wirklich je gegeben – oder malen wir sie uns nicht im Rückblick nicht einfach nur „schön“. Dabei ist aber gerade so ein Rückblick das einzig „Reale“, denn das was einmal war – das war, das ist wahr! Dagegen ist das, was in der Zukunft sein wird, oft nur ein Traum – ist Hoffnung. Und niemand weiß, wie es denn wirklich sein wird.

Das, was in unserer Gemeinde einmal war, das finden Sie hier auf dieser Internetseite. Also, wenn das Wetter einmal nicht so ist um rauszugehen, dann stöbern Sie doch hier – ganz bequem vom Sofa aus.
Viel Freude dabei – und viele neue Erkenntnisse - wünscht Ihnen
Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 3


Unsere Heimatbroschüre Nr. 3 ist fertig!  Die Präsentation war am 14.10.2017 in der Kulturscheune Leerstetten.
 

Titelseite der Heimatbroschüre
 
 

Besuch in der alten Schmiede

Schon früh am Morgen ertönte das gleichmäßige Hämmern und Schlagen, wenn der Schmied seine Arbeit begann.
Marianne Ast erzählt uns eine Geschichte aus ihrer Schulzeit - ein Besuch beim Schmiedemeister Hertel. Aus diesem Betrieb ging der Heizugsbetrieb von Helmut Hertel und die OMV Tankstelle hervor. Es blieb also bei einer Metallbearbeitung.

Der von Hans Volkert beschriebene Gemeindeschmied war auf Haus Nummer  21 angesiedelt. Auf diesem Grundstück errichtete die Gemeinde 1902 das evangelische Pfarrhaus mit Nebengebäuden, umgeben von einem großen Pfarrgarten.

Der nach Großschwarzenlohe verzogene ehemalige Gemeindeschmied Christoph Abraham war wohl ein Vorgänger der heutigen Landmaschinenschlosserei Abraham.

Am Kohlenmeiler



Am Kohlenmeiler

eine Geschichte aus ihrer Schulzeit. Erzählt von Marianne Ast

 Beim Nerreter-Bauern in Furth ging es an manchen Tagen schon in aller Früh hoch her. Ein Meiler sollte aufgebaut werden. Der Bauer und sein Sohn Steffl waren mit den Hühnern aufgestanden und durchs nasse Gras übers Bächla zur Kulstätt gestapft. Auf der anderen Seite des Baches im Wald war auf einem leeren halbrunden Platz der Boden mit schwarzer glänzender Erde bedeckt. Die Köhlerei wurde hier in Furth schon seit langer Zeit betrieben.

 

Tabak bandelieren

Wie ging das Tabakaufhängen früher vor sich?

erzählt von Hans Volkert

Da saß also die ganze Familie – wenn es das Wetter erlaubte – im Freien, sonst unter dem Dach der Scheune oder Streuschuppen - auf niedrigen Hockern oder auf Strohsäcken, vor sich einen Haufen auf dem Acker abgebrochener Tabakblätter. Neben den Familienangehörigen des Bauern wurden auch oftmals familienfremde Helfer für diese Arbeit angeworben.


Da die Tabakblätter eine klebrige Masse absonderten, bedeckten die Anhänger ihre vordere Körperseite mit einer Schürze oder auch nur mit einem Jutesack.

 

Tabakanbau in Leerstetten

Tabakanbau

in Leerstetten als Sonderkultur.


Zusammengetragen und erzählt von Hans Volkert


"Etwa 1590 kam erstmals Tabak von Holland und Frankreich nach Deutschland.

In Schwand begann der Anbau wohl um 1663, als die Wirte vom Schwan und vom Roten Ross den Tabakanbau einführten und ging bis 2006, in Leerstetten endete der Tabakanbau im Jahre 2009.


 

Quelle im Kessel


Die Quelle im Leerstettener Wald




In der Gemarkung Leerstetten, im Kessel, nahe des Sperbersloher Weges, entspringt eine kleine Quelle. Sie ist locker mit Steinen eingefasst und läuft in einen Graben. An einem der Steine wurde eine Tafel angebracht mit der Einprägung:

 
"z. Zt. Notstandsarbeit, Mai 1934"

Friedhof Leerstetten

Leerstetten - Hauptstraße

 

Eingangstor zum Friedhof

 

 

Der Friedhof in Leerstetten (Flur Nr. 172) an der Hauptstraße

 

In der Chronik wird uns berichtet, dass 1607 in Leerstetten ein neuer Friedhof angelegt wurde. Man benötigte den Platz südlich der Kirche Peter und Paul, auf dem der alte Friedhof gewesen war, für ein Mesnerhaus mit Schule.

Mesnerhaus

Nürnberger Straße 19.

Ortsteil Schwand

Ehemaliges Schulhaus, 
Satteldachbau, 18. Jahrhundert
1815 mit Fachwerkobergeschoß aufgestockt (Flur Nr. 2)

   
Hausname:

"Schulhaus" oder "Mesnerhaus";
war bis Anfang 19. Jahrhunderts Schulhaus und Wohnsitz des Mesners, der gleichzeitig Schulmeister war. Im Haus waren die Schulräume untergebracht. Noch 1886 als "Schullehaus" bezeichnet.
 

Nürnberger Straße 17


Ehemaliges Richterhaus,


im Kern stattlicher Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts,
Aufstockung mit Fachwerkgiebel 1918. (Flur Nr. 8 Gemarkung Schwand)
  
 
Situation:

Das Haus steht giebelständig in der Nürnberger Straße, der ehemaligen Herrengasse, dem politischen Zentrum im Altort 
von Schwand. Nördlich ist das alte Schul- und Mesnerhaus, südlich das Wildmeisterhaus. Gemeinsam mit den beiden anderen Gebäuden bildet es ein Ensemble aus, in dem es städtebaulich unverzichtbar ist. Diese städtebauliche Situation verdeutlicht und unterstreicht den Denkmalscharakter, wie dies auch die sozialhistorische und architekturgeschichtliche Bedeutung tun.

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Ausstellung 2013

Bilderausstellung in der Gemeindehalle an Walpurgi 2013



           Als Beispiel für die gezeigten Bilder hier eine Tafel von
           Gebäuden aus Schwand.

           Alte und neue (neuere) Aufnahmen zeigten den Wandel
           der Ortsansicht im Laufe der Jahre.

           Als weitere Bilder aus der Ausstellung sind die Luftbilder
           des Hajo Dietz, NürnbergLuftbild als eine Bildergalerie zu
           sehen.






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Hauptstraße 2

Das Eingangstor von Nürnberg kommend

Hauptstraße 2.

Bauernhaus, erdgeschossiger Satteldachbau, Fachwerk Südgiebel verputzt,

1. Hälfte 19. Jahrhundert

Situation: Der ehemalige Bauernhof mit seinen neueren Nebengebäuden, einem Stadel und einer Tabaktrockenhalle, steht am nördlichen Ortseingang von Leerstetten. Gemeinsam mit den Häusern, "Hauptstraße 1 und Hauptstraße 5" bildet er ein Ensemble, das die historisch gewachsene dörfliche Struktur in ihrem sozialgeschichtlichen und städtebaulichen Erscheinungsbild noch sichtbar dokumentiert. Dieses Ensemble ist wesentlich für die Ortsansicht von Leerstetten.

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