Editorial


Es ist Sommer geworden. Das erste Getreide ist reif. Die Ernte steht vor der Tür.

Passend dazu gibt es die Berichte von Hans Volkert über die Getreideernte und das Dreschen – früher einmal zwei getrennte Arbeitsgänge, heute erledigt das der Mähdrescher in einem Arbeitsgang.

Dazu die Bilder aus der „alten Zeit“ – ob es eine „gute Zeit“ war, das kann und soll jeder für sich selbst entscheiden.
Es werden aber immer weniger, die diese Zeit auch selbst erlebt haben. Deswegen soll hier auf diese, noch persönliche Erinnerung des Autors, hingewiesen werden.


Viel Freude beim Lesen


Herzlichst Ihr
Alfred J. Köhl

Heimatbroschüre Nr. 3


Unsere Heimatbroschüre Nr. 3 ist fertig!  Die Präsentation war am 14.10.2017 in der Kulturscheune Leerstetten.
 

Titelseite der Heimatbroschüre
 
 

Die Glocken der Kirche zur heiligsten Dreifaltigkeit

Die Glocken der Kirche zur heiligsten Dreifaltigkeit in Schwand

Glockenturm im Schnee


Wenn man von der Nürnberger Straße aus in das Kirchenzentrum zur heiligsten Dreifaltigkeit geht, betritt man es durch den Glockenturm:


Hier oben in der Glockenstube hängen die vier Läuteinstrumente:

- sortiert nach Größe und Gewicht:

 


Glocke 1 - die Marienglocke

Glocke 2 - die Glocke Peter und Paul

Glocke 3 - die Glocke Johannes Evangelist und

Glocke 4 - die Elisabethglocke

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Main-Donau-Kanal


Der Rhein-Main-Donau-Kanal
aufgeschrieben von Hans Volkert
 
Den Rhein mit der Donau zu verbinden, war schon über 1000 Jahre der Wunsch europäischer Herrscher.

Am 25.09.1992 wurde dann der "dritte Versuch", der Main-Donau-Kanal feierlich eingeweiht.

Von den Vorgängern sind nur noch Reste vorhanden.

Erstmals befasste sich Karl der Große mit der Herausforderung, die Wasserscheide zwischen Donau und Main durch eine künstliche Wasserstraße zu überwinden. Im Jahr 793 begann er mit 6 000 Arbeitern mit dem Bau des „Fossa Carolina“, des "Karlsgrabens", zwischen Weißenburg und Treuchtlingen.

Hans Volkert erzählt uns was er über die Planung und Bauausführung in unserem Gemeindegebiet herausfand:

 
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Die Feuerwehr


Das Feuerlöschwesen
aufgeschrieben von Hans Volkert

Wie die Brandbekämpfung vor 200, 300 und noch mehr Jahren in unseren Gemeinden vor sich gegangen ist, darüber wissen wir heute eigentlich sehr wenig; denn es fehlt an den einschlägigen Aufzeichnungen unserer Vorfahren.
Dabei wüteten Feuersbrünste sehr wahrscheinlich allzu oft in den Dörfern und Städten mit ihren leicht entflammbaren, eng zusammengebauten Gebäuden, zumeist mit Stroh bedeckt. Immer wieder musste der Chronist beim Anlegen der Hausverzeichnisse vermerken: "Haus vollkommen niedergebrannt".

Früher gab es auch noch keine Zündhölzer. Das Feuer musste, wenn man dem langwierigen Entfachen eines Feuers entgehen wollte, offen von einer Feuerstelle zur anderen gebracht werden. Schon ein kleiner Luftzug, eine kurze Unaufmerksamkeit ... und schon brannte es lichterloh.
In den zurückliegenden Jahrhunderten gab es auch keine organisierte Feuerbekämpfung. Erst 1880 wurde in Leerstetten eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

 
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Die Glocken der Johanneskirche

 

Die Glocken der Johanneskirche in Schwand

Turm der Johanneskirche

 

 

 

Drei Glocken verkünden uns vom 33 m hohen Schwander Kirchturm mit ihrem Stundenschlag die Zeit, rufen zu Gebet und Gottesdienst.

 

 

 

 

Die älteste und schwerste, mit einem Gewicht von gut 18 Zentner, wurde 1548 aus den Trümmern einer noch älteren Glocke, die beim Kirchenbrand 1547 zerstört worden war, gegossen.

10 Jahre virtuelles Museum


10 Jahre „Museum-schwanstetten.de“

Es war Anfang 2007 als mich Alfred Wenig nach einer Waldlermesse fragte, ob ich nicht auch im neu zu gründenden Museumsverein mitarbeiten könnte. Er bräuchte jemand, der für Ihn Texte schreibt, Bilder hat er gesammelt.
Da ich ihn vorher davon „überzeugt“ hatte, dass er bei der Waldlermesse als Tenor mitsingt, sagte ich zu. So war ich im Februar 2007 bei der letzten Vorbereitungssitzung und am 7. März dann bei der Gründungsversammlung dabei – und wurde zu einem der 19 Gründungsmitglieder.

Ein „reales“ Museum war das Ziel des Vereins. Ich überlegte schon bei der Vereinsgründung, ob ich denn nicht schon vor der Präsentation unserer Ausstellungsgegenstände in diesem realen Museum, diese „Ausstellungsobjekte“ vorab im Internet in einem „Virtuellen“ Museum präsentiere. Dadurch, dass ich die Internetseite der Waldlermesse (www.waldlermesse.de) betreute, hatte ich bereits erste Erfahrungen gesammelt, wie es geht, im Internet „Informationen“ zu veröffentlichen.

 
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Gemeindehirte


Der Gemeindehirte

aufgeschrieben von Hans Volkert

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts lagen in unserer Gegend noch große Flächen brach. Und selbst nach Aufgabe der 3-Felder-Wirtschaft war der Anteil der Hutungen an der gemeindlichen Gesamtfläche noch beträchtlich.

Bis dahin konnte sich auch - zumindest während der Sommermonate - die Stallfütterung nicht durchsetzen. Was lag da also näher, als eine ausgedehnte Weidewirtschaft zu betreiben? Kein Wunder also, wenn auch die kleinste Ortschaft einen Hirten beschäftigte.

Ein Viehhirte stand auf der Sozialleiter auf einer der niedrigsten Stufen. Er war in der Regel alleinstehend und meistens arm. Üblicherweise wurde er von der Gemeinde für eine kürzere Zeitspanne angestellt (gedingt).

Für seine Leistungen bekam er Barlohn und vor allem Sachbezüge. Ein neuer Hirte konnte auch darauf vertrauen, dass ihm in der Ortschaft ein eigenes Haus, wenn auch spärlich aus­gerüstet, das sogenannte "Hirtenhaus", zugewiesen wurde.

Gelegentlich musste er dann sein Domizil mit Bettelleuten, Kesselflickern und Scheren­schleifern teilen, die von der Ortsverwaltung zur einmaligen Übernachtung eingewiesen wurden. Ein längerer Aufenthalt wurde diesen fliegenden Händlern und Handwerkern nicht gestattet, damit der Gemeinde keine Unterhaltsverpflichtungen erwuchsen.

Innerhalb der früheren Gemeinde Leerstetten blieb von den verschiedenen Hirtenhäusern nur noch das von Harm übrig, das liebevoll lange Jahre von den seinerzeitigen Mietern gepflegt wurde.

Renovierung 1981 bis 1983

30 Jahre Kirchenrenovierung der Johanneskirche (1981 bis 1983)
(nach einem Beitrag von Pfarrer Gerhard Nemec
in „800 Jahre Kirche in Schwand")


Turm und Kirche von OstenAm 14. März 2012 sind es 30 Jahre, dass der Abschluss der Kirchenrenovierung mit dem Einweihungsgottesdienst (mit Festpredigt von Kreisdekan Johannes Viebig) aus Nürnberg feierlich begangen wurde. Am Sonntag zuvor hatte ein Tag der »Offenen Tür« viele Besucher angezogen. Von nun an blieb das Gotteshaus auch an jedem weiteren Tag offen. Durch eine Alarmanlage waren Bilder und Altarleuchter gesichert worden. Immer wieder wissen die Leute, auch Besucher von auswärts, die offene Kirche zu schätzen, zur Besichtigung, zum Herzeigen, aber auch zu Stille und Besinnung.
Der Renovierung vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen und Vorbereitungen, an die wir hier gern noch einmal erinnern: Seit dem totalen Ausfallen von Tönen im Sommer 1976 war klar, dass neben dem Gebäude auch die Orgel „erneuerungsbedürftig" war. Eine erste Sammlung brachte zusammen mit Spenden einen Kapitalstock von DM 45.000 zusammen. Nur: von der Landeskirche war immer wieder zu hören, dass die „äußerste Dringlichkeit" nicht gegeben ist.

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Schwander Bader


Die Schwander Bader:
Was uns von Ihnen überliefert wurde:
 
In Schwand war bereits 1490 eine Badestube errichtet. Sie gehörte der Gemeinde, die auch das Recht hatte, den Bader zu bestellen. Ebenfalls finden wir im Salbuch des Marktes Schwand von 1530 die gemeindeeigene Badestube erwähnt.
Die Schwander Badestube war zeitweise im Nordteil des Büttelhauses, (Fachwerkhäuslein zu Haus 3, Flur Nr. 74/75 gehörig) untergebracht.
  Als Bader werden uns in dieser Zeit Hans Pader (1563), Hans Gruber (1565), Georg Dömberger (1566), Cuntz Frisch (1581) und Emrich Müllner (1584) genannt.
 
Ebenfalls wird uns von Anna Meckoloer Badschöpferin erzählt. “Hat sich wohl gehalten”, berichten die Akten von ihr. Sie war mit Georg Meckoloer verheiratet und ist am 25.11.1596 gestorben.

 
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Kirchengemeinde um 1500


DIE KIRCHE ZU SCHWAND

Die Geschichte der Kirchengemeinde in der Zeit von ca. 1450 bis 1550

Das Schwander Gotteshaus hat eine ebenso bewegte Geschichte hinter sich wie die Kirchengemeinde. Diese wurde auch immer wieder durch kriegerische Ereignisse geprägt. Im Jahr 1186 - so wird uns berichtet - wurde von Bischof Otto ein Gotteshaus geweiht. Es findet sich aber zunächst kein sicherer Hinweis auf das Patrozinium, d.h. welchem Heiligen die Kirche geweiht worden ist.

Jahrhundertelang war Schwand eine Filiale der Nachbarpfarrei Roth mit eigener Kirche, in der die Kapläne des Rother Pfarrers allwöchentlich Frühmessen hielten. Im Jahr 1468 stiftete der Nürnberger Patrizier Wilhelm von Löffelholz ein „Frühmeßbenefizium“. Er war damals Pfandinhaber und Richter von Schwand. Als Frühmesser war Adam Flock tätig.
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Wald und Foerster

"Probleme" mit den Waldschädlingen und Waldschäden

Waldschädlinge wie Kiefernspanner, Forleule, dazu dann noch Schneebruch und schließlich Sturmschäden setzten in den folgenden Jahren – und das bis heute - dem Wald zu.
1892 bis 1895 war es die Witterung, die es dem Kiefernspanner ermöglichte, sich in den gleichaltrigen Kiefernwäldern explosionsartig zu vermehren. Ergebnis: es mussten 1.300.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Aus ganz Deutschland kamen Holzhauer zu uns, überwiegend „Bayerwäldler“.
Doch wer kauft diese Mengen Holz? 80% des Holzes waren Grubenholz und wurden in das Saar- und Ruhrgebiet geschafft. Aber die restlichen 20% waren immer noch 260.000 fm. Auch gingen damals die Holzdiebstähle auf einen denkwürdigen Tiefststand zurück, denn große Mengen von Abfallholz blieben im Wald zurück.
Eine auffällige Nebenerscheinung war außerdem, dass sich auf den Kahlflächen Rehe, Hasen, Birkwild, Auerwild und Rebhühner ungewöhnlich vermehrten.

 

In Schwand entstand das Dampfsägewerk Brunner – ein „dominanter“ Betrieb, der die ganze Marktgemeinde „umkrempelte“. Bis zu 90 Beschäftigte arbeiteten in der Holzwarenfabrik. Zumeist alleinstehende Männer, die in ihrer Freizeit „Zerstreuung“ suchten und die Wirtschaften „aufmischten“.


 
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